Wichtige internationale Compliance-Vorgaben, die jedes Unternehmen kennen sollte
In der globalisierten Wirtschaft sind Unternehmen grenzüberschreitend tätig und unterliegen zahlreichen Vorgaben zu ethischem Verhalten, Korruptionsbekämpfung und finanzieller Transparenz. Wer diese internationalen Vorgaben versteht und einhält, schützt nicht nur die eigene Rechtsposition, sondern auch die Reputation. Im Folgenden geht es um einige der wichtigsten internationalen Vorgaben, die Unternehmen kennen sollten. Checklynx unterstützt Compliance-Teams mit modernen Tools für AML-Prüfungen, PEP-Prüfungen und Sanktionslistenverwaltung.
1. Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz (LkSG)
Das am 11. Juni 2021 in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet in Deutschland ansässige Unternehmen, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten umzusetzen. Seit 2023 gilt es für Unternehmen mit mindestens 3.000 Mitarbeitern in Deutschland, seit 2024 auch für Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern. Das Gesetz gibt Betroffenen zudem die Möglichkeit, sich vor deutschen Gerichten durch NGOs und Gewerkschaften vertreten zu lassen, wenn Unternehmen ihre Sorgfaltspflichten vernachlässigen.
Wichtigste Punkte
Checklynx unterstützt Unternehmen dabei, Parteien in der Lieferkette zu prüfen und zu überwachen und menschenrechtliche sowie umweltbezogene Standards nachvollziehbar einzuhalten.
2. UK Bribery Act
Der UK Bribery Act 2010 stellt verschiedene Formen der Bestechung unter Strafe, einschließlich des Versäumnisses einer kommerziellen Organisation, Bestechung zu verhindern. Das Gesetz gilt nicht nur für britische Unternehmen, sondern auch für ausländische Unternehmen mit direkten oder indirekten Geschäftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich. Schon eine Tochtergesellschaft oder ein Subunternehmer im Vereinigten Königreich kann dazu führen, dass ein Unternehmen in den Anwendungsbereich fällt. Die AML-Tools von Checklynx unterstützen Unternehmen dabei, Due-Diligence-Prüfungen strukturiert durchzuführen und riskante Transaktionen zu überwachen.
Strafen
- Unbegrenzte Bußgelder für Unternehmen.
- Bis zu zehn Jahre Haft für die beteiligten Personen.
Compliance-Tipp
Strenge Antikorruptionsrichtlinien und Due-Diligence-Verfahren helfen, Risiken zu mindern.
3. Foreign Corrupt Practices Act (FCPA)
Der FCPA ist ein 1977 erlassenes US-Bundesgesetz, das es Unternehmen und ihren Mitarbeitern verbietet, ausländische Beamte zu bestechen, um Aufträge zu erhalten oder zu behalten. Seit 1998 hat sich die Zuständigkeit auf ausländische Firmen und Personen ausgeweitet, die direkt oder indirekt eine Handlung zur Förderung einer solchen korrupten Zahlung in den Vereinigten Staaten herbeiführen.
Ähnlichkeiten mit dem UK Bribery Act
Beide Gesetze haben extraterritoriale Reichweite und betonen die Bedeutung wirksamer Compliance-Programme.
Aktionspunkt
Mitarbeiter sollten regelmäßig zu Antikorruptionsgesetzen geschult werden. Zusätzlich braucht es ein Compliance-Programm, das an den FCPA-Standards ausgerichtet ist.
4. Financial Action Task Force (FATF)
Die FATF ist eine 1989 gegründete zwischenstaatliche Organisation zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Sie fördert einen risikobasierten Ansatz, bei dem Unternehmen Maßnahmen ergreifen müssen, die dem festgestellten Risikoniveau entsprechen.
Warum es wichtig ist
Verstöße oder strukturelle Mängel können dazu führen, dass ein Land als Hochrisikoland eingestuft wird. Das kann internationalen Handel und Finanzierung erheblich belasten.
Empfehlung
Checklynx unterstützt Risikobewertungen, Sanktionsprüfungen und die Aktualisierung von AML-Richtlinien.
5. EU-Geldwäscherichtlinien
Die EU hat seit 1991 Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung umgesetzt.
3. EU-Geldwäscherichtlinie
Diese im Jahr 2005 umgesetzte Richtlinie weitete die AML-Verpflichtungen über den Finanzsektor hinaus auf verschiedene Branchen aus. Sie führte strengere Sorgfaltspflichten ein und verlangte die Meldung verdächtiger Aktivitäten.
4. EU-Geldwäscherichtlinie
Mit Wirkung vom Juni 2017 verpflichtete die 4. Richtlinie die EU-Mitgliedstaaten dazu, zentrale Register der Informationen zum wirtschaftlichen Eigentum zu führen. Der Schwerpunkt lag auf einem risikobasierten Ansatz und erhöhter Transparenz.
5. EU-Geldwäscherichtlinie
Die im Januar 2020 umgesetzte 5. Richtlinie weitete die AML-Pflichten auf Anbieter virtueller Währungen und Prepaid-Kartenaussteller aus. Sie senkte die Schwellenwerte für die Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden und verbesserte den Zugang zu Informationen über wirtschaftlich Berechtigte.
6. EU-Geldwäscherichtlinie
Mit der ab Dezember 2020 in Kraft getretenen 6. Richtlinie wurde die Definition von Geldwäschedelikten in der gesamten EU weiter harmonisiert. Sie führte härtere Strafen ein, darunter eine Freiheitsstrafe von mindestens vier Jahren für schwere Vergehen, und erweiterte die Haftung auf juristische Personen.
Allgemeine Auswirkungen
Unternehmen müssen sich an strengere Vorgaben, erweiterte Anwendungsbereiche und härtere Strafen im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung anpassen.
Compliance-Strategie
Checklynx unterstützt Compliance-Prozesse durch AML-Überwachung in Echtzeit, Krypto-Wallet-Prüfung und zentrale Verifizierung.
Fazit
Internationale Compliance-Vorgaben sind komplex und anspruchsvoll. Verstöße können schwere Geldstrafen, rechtliche Konsequenzen und erheblichen Reputationsschaden nach sich ziehen. Unternehmen, die informiert bleiben und ihre Compliance-Programme proaktiv aktualisieren, schützen den eigenen Betrieb und tragen zu einem transparenteren globalen Markt bei. Mit Checklynx lassen sich internationale Vorgaben strukturierter umsetzen, die Reputation schützen und hohe Strafen vermeiden.
Unterstützung bei der Einordnung
Rechts- oder Compliance-Experten können helfen, die relevanten internationalen regulatorischen Vorgaben vollständig zu bewerten.

Wer diese internationalen Vorgaben versteht und einhält, arbeitet nicht nur regelkonform, sondern stärkt auch das Vertrauen von Partnern und Kunden weltweit.
Lesen Sie weiter OFAC-Sanktionen