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05-05-2025

Negative Medien prüfen: Strategien für MLROs im Jahr 2025

Wie MLROs die Prüfung negativer Medien 2025 für KYC, AML, Due Diligence und Risikobewertung nutzen.

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Welche Rolle die Prüfung negativer Medien für MLROs spielt

Für Geldwäschebeauftragte (MLROs) gehört der Schutz des Instituts vor Finanzkriminalitätsrisiken zu den festen Aufgaben. Die Prüfung negativer Medien – manchmal auch Negative News Screening (NNS) genannt – gehört zur Due Diligence. Dabei werden globale Medienquellen, darunter Nachrichtenagenturen, Online-Veröffentlichungen, Blogs und andere relevante digitale Inhalte, proaktiv nach negativen Informationen zu potenziellen oder bestehenden Kunden, wirtschaftlich Berechtigten und Gegenparteien durchsucht.

Für MLROs ist das keine Formalität. Eine wirksame Prüfung negativer Medien unterstützt vier Aufgaben:

  • Potenzielle Risiken frühzeitig erkennen: Zusammenhänge mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Sanktionsverstößen oder anderen illegalen Aktivitäten aufdecken, auf die in Medienberichten hingewiesen wird.
  • Belastbare Risikoprofile erstellen: Medienhinweise nutzen, um Kundenrisikobewertungen zu unterstützen und das angemessene Maß an Sorgfaltspflicht, einschließlich verstärkter Sorgfaltspflicht (EDD), zu bestimmen.
  • Aufsichtsrechtliche Erwartungen erfüllen: Belastbare KYC-, AML- und CFT-Kontrollen nachweisen, die die Prüfung negativer Nachrichten umfassen, wie von Aufsichtsbehörden wie FinCEN und EU-Richtlinien gefordert.
  • Reputation des Instituts schützen: Unbeabsichtigte Beziehungen zu Einzelpersonen oder Organisationen vermeiden, deren öffentliches Risikoprofil dem Ansehen des Instituts schaden könnte.

Eine gut strukturierte Analyse negativer Medien unterstützt fundiertere Entscheidungen, eine bessere Zuweisung von Compliance-Ressourcen und stärkere Kontrollen gegen Finanzkriminalität.

Aufsichtsrechtlicher Kontext: Was MLROs über negative Medienerwartungen wissen müssen

Aufsichtsbehörden weltweit erwarten zunehmend eine solide Prüfung negativer Medien als Standardkomponente wirksamer Kunden-Due-Diligence (CDD) und verstärkter Sorgfaltspflichten (EDD). Wer diese Erwartungen versteht, kann ein belastbares Programm entwerfen und überwachen. Die wichtigsten Treiber sind:

Kern-AML/KYC/CFT-Integration

Prüfungen negativer Medien sind eng mit den grundlegenden Compliance-Säulen verbunden:

  • Know Your Customer (KYC): Die anfängliche Identitätsprüfung erfolgt separat, aber Hinweise aus negativen Medien sind wichtig für ein belastbares Risikoprofil nach der Identitätsfeststellung. Negative Nachrichten können Risiken aufdecken, die in der Standardprüfung nicht sichtbar sind, und die Gesamtrisikobewertung sowie mögliche EDD-Maßnahmen beeinflussen.
  • Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CFT): Die Aufsichtsbehörden erwarten von Instituten, dass sie AML/CFT-Risiken erkennen und mindern. Die Prüfung negativer Medien ist ein wichtiges Instrument, um potenzielle Verbindungen zu Finanzkriminalität zu erkennen, Personen oder Organisationen mit hohem Risiko zu identifizieren (einschließlich politisch exponierter Personen – PEPs, die häufig anhand ihrer Medienprofile erkannt werden) und Kontext für potenziell verdächtige Aktivitäten bereitzustellen. Erkenntnisse lösen häufig weitere Untersuchungs- und Meldepflichten aus.

Wichtige regulatorische Erwartungen (Beispiele)

Während die spezifischen Regeln variieren, legen große Aufsichtsbehörden Wert auf die Verwendung öffentlich zugänglicher Informationen:

  • US-Perspektive (FinCEN): Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) legt Wert auf einen risikobasierten Ansatz zur AML-Compliance. Auch wenn die Prüfung negativer Medien nicht immer ausdrücklich in einer einzigen Regel vorgeschrieben ist, weisen ihre Leitlinien durchweg auf die Einbeziehung von Informationen aus öffentlichen Quellen (z. B. Medien) hin, um das Kundenrisiko zu verstehen und zu mindern, insbesondere für Kunden mit höherem Risiko. Eine wirksame Prüfung negativer Medien unterstützt die Erwartung einer kontinuierlichen Überwachung und Erkennung potenzieller illegaler Aktivitäten.
  • Europäische Union (AML-Richtlinien): Richtlinien wie die 6. EU-Geldwäscherichtlinie (AMLD6) verstärken die Notwendigkeit einer gründlichen Due Diligence. Sie erfordern häufig eine vertiefte Prüfung von Hochrisikosituationen. Dazu gehört in der Praxis auch die Auswertung negativer Medienberichte, um Vortaten (wie Korruption, Steuerkriminalität, Umweltkriminalität gemäß AMLD6) oder andere Risikofaktoren im Zusammenhang mit Kunden oder Transaktionen zu identifizieren.

Warum der Ansatz global und anpassbar sein muss

Dabei zählen vor allem drei Punkte:

  • Jurisdiktionsspezifische Unterschiede: Regulatorische Besonderheiten, zulässige Medienquellen und Datenschutzgesetze wie die DSGVO unterscheiden sich je nach Region. Programme zur Prüfung negativer Medien müssen zu den Anforderungen der Rechtsordnungen passen, in denen ein Institut tätig ist.
  • Dynamisches Umfeld: Sanktionslisten, PEP-Definitionen und regulatorische Schwerpunkte ändern sich laufend. Der Prozess muss regelmäßig aktualisiert werden, damit er belastbar und regelkonform bleibt.

Für MLROs ist es eine zentrale Aufgabe, die Prüfung negativer Medien an globalen aufsichtsrechtlichen Erwartungen und lokalen Anforderungen auszurichten.

Von manueller Prüfung zu digitalen Prozessen

In der Vergangenheit wurden negative Medien häufig manuell geprüft. Das Durchsuchen großer Datenmengen kostete viel Zeit und band Compliance-Ressourcen. Moderne digitale Prozesse haben diese Arbeit deutlich beschleunigt:

  • Digitale Werkzeuge: Digitale Tools und SaaS-Plattformen automatisieren die Suche in großen Mediendatenmengen. Das verkürzt Bearbeitungszeiten und erhöht die Konsistenz der Ergebnisse.

  • Stabilere Compliance-Abläufe: Moderne Tools helfen Unternehmen, schneller auf regulatorische Änderungen zu reagieren, ohne Gründlichkeit oder Nachvollziehbarkeit aufzugeben.

Prüfung negativer Medien im aufsichtsrechtlichen Umfeld

US-Regulierungsinitiativen

Im Jahr 2018 betonten die aktualisierten Anforderungen von FinCEN die Notwendigkeit für Finanzinstitute:

  • Medien kontinuierlich auf neue negative Informationen zu überwachen.
  • Hinweise auf potenzielle Finanzkriminalität im Zusammenhang mit Kunden zu melden.

AML-Richtlinien der Europäischen Union

Die sechste Richtlinie zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLD6) der Europäischen Union, die 2021 in Kraft trat, unterstreicht noch einmal die Bedeutung der Prüfung negativer Medien. Zu den wichtigsten Punkten gehören:

  • Prüfung von Hochrisikokunden: Kunden aus Hochrisikoregionen müssen sich vor der Inanspruchnahme von Bankdienstleistungen einer Medienprüfung unterziehen.

  • Vortaten: AMLD6 beschreibt 22 Vortaten – von traditionellen Straftaten wie Steuerhinterziehung bis hin zu neuen Bedrohungen wie Cyberkriminalität –, die Institutionen bei ihrer Suche nach negativen Nachrichten leiten.

  • Strengere Strafen: Die Richtlinie führt härtere Konsequenzen, einschließlich individueller strafrechtlicher Haftung, für das Versäumnis ein, Geldwäscheaktivitäten aufzudecken und zu verhindern.

Wichtige Compliance-Ziele

  1. Due Diligence durch gründliche Medienprüfung verbessern.
  2. KYC-, AML- und CFT-Pflichten operativ unterstützen.
  3. Fehlalarme und übersehene Risiken bei Risikobewertungen reduzieren.

Negative Medien bei Sanktionskontrollen und Betrugsprävention

Die Prüfung negativer Medien ist auch in folgenden Bereichen wichtig:

  • Sanktionskontrollen: Die Identifizierung von Personen oder Organisationen mit Sanktionsbezug hilft Instituten, globale Sanktionsregelungen einzuhalten, etwa Vorgaben von OFAC.

  • Betrugsprävention: Die frühzeitige Erkennung negativer Berichte kann das Risiko betrügerischer Aktivitäten senken und Reputation sowie finanzielle Interessen schützen.

Die Rolle internationaler Aufsichts- und Standardsetzungsstellen

Zwei große internationale Gremien haben den Einsatz negativer Medienrecherchen gefördert:

  • Financial Action Task Force (FATF): Die FATF setzt internationale Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Sie befürwortet einen risikobasierten Ansatz und fordert Institute auf:

    • Geldwäscherisiken identifizieren und bewerten.
    • Sich an neue Bedrohungen anpassen, einschließlich solcher im Zusammenhang mit virtuellen Vermögenswerten.
  • Office of Foreign Assets Control (OFAC): OFAC verwaltet und setzt Wirtschafts- und Handelssanktionen durch. Prüfungen negativer Medien unterstützen die Compliance durch:

    • Identifizierung von Organisationen oder Einzelpersonen auf Sanktionslisten.
    • Unterstützung von Finanzinstituten bei der Minderung von Risiken im Zusammenhang mit internationalen Handels- und Wirtschaftsaktivitäten.

Vorteile einer SaaS-basierten Prüfung negativer Medien

Moderne SaaS-Plattformen schaffen klare Vorteile:

  • Schnellere Prüfungen: Die schnelle Suche in globalen Medienquellen macht potenzielle Risiken früher sichtbar.

  • Bessere Trefferqualität: Automatisierte Prozesse reduzieren Fehlalarme und übersehene Risiken und führen zu zuverlässigeren Risikobewertungen.

  • Regulatorische Anpassungsfähigkeit: Systeme können problemlos aktualisiert werden, um den sich ändernden Anforderungen verschiedener Jurisdiktionen gerecht zu werden.

  • Planbare Kosten: Weniger manuelle Verarbeitung senkt Kosten und hilft gleichzeitig, hohe Compliance-Standards einzuhalten.

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Fazit

Die Prüfung negativer Medien ist für belastbare Kundenrisikoprofile und regulatorische Vorgaben unerlässlich. Da globale Vorgaben strenger werden und sich Bedrohungen weiterentwickeln, benötigen Finanzinstitute moderne SaaS-Plattformen, um handlungsfähig zu bleiben. Gute Prüfprozesse für negative Medien verbessern die Sorgfaltspflicht, mindern Risiken und schützen Unternehmen vor Finanzkriminalität.


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